Zitronengärten

An den Berghängen entlang des Küstengebietes von Limone am Gardasee sieht man noch zahlreiche Pfeiler und Mauern der charakteristischen Gewächshäuser für die Zitronenbäume.

Bereits gegen Ende des XVII. Jahrhunderts begann man mit der Errichtung dieser Anlangen, die dann während der ersten Jahrzehnte des XVII. Jahrhunderts, auch dank der Investitionen seitens der Familie Bettoni für die Gewächshäuser von Reamòl und Garbèra, einen erheblichen Aufschwung erhielten.
Es erforderte jahrlange, harte Arbeit, um diese Strukturen zu errichten, und somit die Zitronenbäume gegen die Kälte des Winters zu Schuetzen; eine Tätigkeit, die da gesamte Landschaftsbild von Limone kennzeichnete und das Leben sowie die Wirtschaft seiner Bewohner für über zwei Jahrhunderte hindurch beeinflusste.

Selbst J.W. Goethe, der am 13 September 1786 durch Limone fuhr, blieb nicht unberührt: „ Wir kamen bei Limone vorbei und den an den Berghängen terrassenförmig angelegten Gewächshäusern: ein ergötzlicher Anblick des Reichtums.
Die gesamte Struktur besteht aus einer Reihe weißer, viereckiger Pfeiler, die in gewissen Abständen stufenförmig an den Bergabhängen angeordnet sind. Diese Pfeiler dienen als Stütze für die robusten Bretterleisten, mit denen während der kalten Winterzeit die Bäume abgedeckt werden.

Die langsame Fahrt ließ es zu dass wir diesen erfreulichen Anblick ausgiebig genießen und bewundern konnten...“. Dank des vorteilhaften Klimas und dieser Gewächshäuser wurde Limone zum nördlichsten Agrumenproduktions- gebiet der Welt.
Die Zitronen wurden nach Deutschland exportiert, nach Polen, nach Russland und gewährleisteten somit eine nicht zu unterschätzende ertragsreiche Beschäftigung. 

Abschließend eine Kuriosität: der Name Limone hat nichts mit der Zitronenfrucht zu tun! Er findet seine Ursprung in den Ausdrücken „Limen“ (Grenzen) und „Limon“ ( Ulmenwald).